Was muss ich bei der Auswahl der Merkmalsausprägungen beachten?

Da die Anzahl der Ausprägungen eines Merkmals wesentlichen Einfluss auf die Modellkomplexität hat, sollte diese stets so gering wie möglich gehalten werden. Zwei bis fünf Attribute-Level dürften für die allermeisten Merkmale ausreichen.

Gerade bei kontinuierlichen, ‚metrischen‘ Merkmalen, wie Preis, genügen häufig wenige Ausprägungen, da Zwischenwerte in der Simulation interpoliert werden können. Wesentlich ist aber, dass die Spannweite der interessierenden Werte abgedeckt wird, da Werte außerhalb dieser Spanne nicht extrapoliert werden können.

Ein weiteres notwendiges Merkmal bei der Auswahl der Merkmalsausprägungen ist ihre logische Unvereinbarkeit. Merkmalslevel sollten sich stets gegenseitig ausschließen. Man kann einen Probanden z.B. nicht fragen, ob er ein Auto mit Klimaanlage oder mit Ledersitzen will. Es wäre ja denkbar, dass er beide Ausstattungselemente wünscht. In diesem Fall könnte man die Ausstattungsfeatures auf zwei Merkmale verteilen (mit den jeweiligen Ausprägungen ‚vorhanden‘ und ’nicht vorhanden‘) oder ein kombiniertes Merkmal konstruieren mit den Ausprägungen ’nur Klimaanlage‘, ’nur Ledersitze‘ sowie ‚Klimaanlage und Ledersitze‘.